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Wie entstehen Sternschnuppen?

 

 

Der umgangssprachliche Begriff "Sternschnuppe" bezeichnet eigentlich eine bestimmt Art von Himmelskörpern - nämlich die Meteore. Immer wieder kommt es diesbezüglich zu Begriffsverwechselungen. Man unterscheidet Meteoroide, Meteore und Meteorite

Unser Planet ist täglich einem Bombardement unzähliger Objekte unterworfen. Ihre Größe schwankt zwischen Bruchteilen eines Gramms und Objekten, die einige Kilogramm schwer sein können. Jährlich stürzen rund 200 Millionen Kilogramm Material in die Schutzschicht um unsere Erde ! 

Ein Meteoroid ist ein relativ kleines Objekt unterschiedlicher Masse, welches den Weltraum durchfliegt. Meist handelt es sich um abgetrennte Teile eines Asteroiden (Kleinplaneten) oder eines Kometen. Nähert sich solch ein Meteoroid der Erde, kann es unter Umständen sein, dass er in die Erdatmosphäre eintritt und dabei schlagartig abgebremst wird. Dabei erhitzt er sich so stark, dass er die ihn umgebenden Luftteilchen zum Leuchten anregt. Meist verdampft der Körper dabei selbst vollständig.

Nun ist der Meteoroid zum Meteor geworden, den wir als "Sternschnuppe" am Himmel aufblitzen sehen. 

Ist ein Meteoroid allerdings so groß, dass er unsere Atmosphärenwirkung übersteht und die Erdoberfläche erreicht, so spricht man von einem Meteoriten. Solche Gesteine werden hin und wieder sogar gefunden und schmücken Schaukästen in Sternwarten. Man schätzt, dass etwa ein Zehntel der auf die Erde stürzenden Teile zum Meteoriten werden.

Zu bestimmten Zeiten des Jahres kann man besonders viele Meteore am Himmel beobachten. Meist kreuzt die Erde zu diesem Zeitpunkt die Bahn eines Kometen, der, da in ständiger Auflösung begriffen, eine Teilchenspur auf seiner eigenen Bahn hinterlässt. Im Gegensatz zu anderen Gebieten in unserer näheren Umgebung ist die Staubteilchendichte nun so hoch (immerhin Billionen von Meteoriden), dass es innerhalb einer Stunde zu Dutzenden Meteorsichtungen kommen kann. 

Auf dieser Abbildung finden Sie eine schematische Darstellung der oben beschriebenen Situation. Eine konstant bleibende Bahn von Meteoritenmaterial, z.B. als Reste eines ehemaligen Kometen, kreuzt dauerhaft die Erdbahn an einem Punkt. Einmal im Jahr, wenn unser Planet diesen Schnittpunkt erreicht, regnet es auf der Erde Meteore. Sternschnuppen fallen vom Himmel. 

Einer optischen Täuschung erliegend, ähnlich einer Autofahrt im Schneegestöber, bei der man auch den Eindruck hat, dass alle Schneeflocken von einem bestimmten Punkt zu kommen scheinen, sieht es für uns so aus, als kämen die Sternschnuppen aus einer festgelegten Himmelregion. Man spricht vom "Ursprung" des Stromes - dem Radianten. Meteorenströme werden meist nach dem Sternbild benannt, in dem sich der Radiant befindet.

Meteore sind nicht alle gleich hell. Manche erscheinen nur kurz in unserm Augenwinkel. Die Spur anderer kann man fast genau verfolgen. 

Das Wort "Meteor" bedeutet übrigens "Lufterscheinung", woraus sich auch der Begriff "Meteorologie" für die Wetterkunde ableitet.

 

 

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Berlin, im September 2002