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Das Sternbild Stier - Tau


Kurzbeschreibung:

Das Sternbild Stier gehört zu den Tierkreiszeichen.

Sein Hauptstern ist der rot und hell leuchtende Aldebaran, ein unregelmäßig veränderlicher Roter Riese, der vom offenen Sternhaufens der Hyaden eingebettet wird, zu denen er selbst aber nicht gehört. Selbstverständlich muss auf das "Siebengestirn" - die Plejaden (älterer deutscher Name ist Glucke) hingewiesen werden. Diese Sternenansammlung ist nicht nur ein gut zu beobachtendes Objekt, sondern auch ein Augenschmaus. 

Der Stier beinhaltet noch etwas Sehenswertes, wenngleich es sehr schwierig zu beobachten ist - den Krebsnebel. Er ist ein Überrest eines Supernovaausbruchs im Jahre 1054. Er ist historisch aber auch deshalb interessant, da er für Messier der Anlass war, einen Katalog der Nebel und Sternhaufen zu erstellen. 1758 war Messier auf der Suche nach dem Halleyschen Kometen und hätte ihn fast mit dem Krebsnebel verwechselt. Dies machte den Astronomen so wütend, dass er beschloss, eine Liste zu erarbeiten, um weitere Missverständnisse auszuschließen. Bezeichnender Weise erhielt der Krebsnebel in diesem berühmten Katalog die Nummer M 1.

In der Mythologie findet man folgende Geschichte: Die phönizische Königstochter Europa spielte einst mit ihren Mägden am Strand und erblickte plötzlich einen weißen aber auffallend zahmen Stier in ihrer Nähe. Sie kann nicht widerstehen, auf den Rücken des Tieres zu steigen und wird, entgegen all ihrer Erwartungen, von ihm ins Meer getragen und auf die Insel Kreta entführt. Hier verwandelt sich der Stier in einen schönen jungen Mann, der sie zu umgarnen beginnt. Was die holde Prinzessin jedoch nicht weiß - es ist Jupiter selbst, der um ihre Gunst buhlt. Der Gott hatte sich wieder einmal "verkleidet" und sich so getarnt einer Angebeteten genähert. 

 

Fernglasobjekte:

a Tauri (Aldebaran) - ein Doppelstern

s Tauri - ein Doppelstern

t Tauri - ein Doppelstern

Hyaden - ein offener Sternhaufen 

M 45 (Plejaden) - ein offener Sternhaufen

Fernrohrobjekte:

M 1 (Krabbennebel) - ein Gasnebel